Clash der Giganten in der Liga C-Ost

Schach

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10.1.2026
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Nach der Winterpause ging es für den SSV Bruneck an die vermeintliche Herkulesaufgabe gegen den ASK Niederdorf, Tabellenprimus. Diese Mannschaft hatte bisher 4 Siege aus 4 Begegnungen nach Hause gebracht.

Nach unseren eigenen jüngsten Erfolgen jedoch, wussten wir, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen und gingen mit breiter Brust, wie folgt an die Bretter:

1)    Peintner Andreas - Strobl Jan

2)    Zöggeler Markus - Obersteiner Stefan

3)    Volgger Jonathan - Gurschler Daniel

4)    Mair Roland - Pallhuber Manfred

Bis auf Brett vier, wo Mair mit d4 eröffnete, spielten alle anderen mit e4 an. Auf den vorderen beiden Rängen wurde sizilianisch gespielt.

Gurschler, der für Niederdorf mit den weißen Steinen auf Brett drei spielte, wählte eine „Vienna“- Variante, bei der es gleich zu Beginn zur Sache ging. Durch seine aggressive Herangehensweise entwickelte sich die Partie schnell zu einem Schlachtfeld auf allen drei Brettsegmenten. Zunächst öffnete er seine Königsflanke, Volgger lehnte dankend ab und wollte lieber zuerst konsolidieren. Das hielt ihn nicht davon ab im Zentrum weiter nach Vorne zu preschen, obwohl auch sein König dort noch ungeschützt verweilte. Um Herr der Lage zu werden, entschied sich Volgger für die lange Rochade, um seinerseits seinen König auf dem entgegengesetzten, linken Flügel in Sicherheit zu bringen. Das führte unweigerlich dazu, dass sich das Spiel auf diese Seite hin verlagerte. Nun offenbarten sich aber die Schwächen im Spiel von Gurschler. Seine Figuren waren zu unkoordiniert, da er auf allen Seiten zeitgleich hantieren musste. Zudem war sein König noch immer auf offenem Flur. Volgger übernahm das Ruder und startete einen Angriff auf dem offenen rechten Flügel, sowie im Zentrum, durch ein mutiges Opfer. Es bescherte ihm einen Vorteil, doch sein Gegner dachte im Leben nicht daran klein beizugeben. Erst, nachdem er dann auch noch einen Turm durch einen taktischen Fehler verschenkte, den Volgger gnadenlos ausnutzte, war klar, dass die Partie gelaufen war. 1:0 für Bruneck!

Von Brett eins kam schon bald eine Meldung des Ergebnisses, Remis. Die Spieler hatten sich darauf geeinigt. Strobl, von den Niederdorfern, hätte zwar noch weitermachen können, um zu sehen, ob er einen Vorteil aus der Stellung herausarbeiten könnte, doch als Peintner ihm die Punkteteilung anbot, sagte er sich, warum nicht, denn Andreas ist auf dem Papier der deutlich stärkere Spieler, ein echter Brocken und immer brandgefährlich. 1,5:0,5

Auf Brett zwei glich die Partie wie einem Arm-Wrestling-Match. Einmal hatte der eine den anderen fast schon auf seine Seite gezogen, bis der andere wieder die Oberhand gewann und zum Gegenschlag ausholte. Obersteiner spielte zunächst gnadenlos und erarbeitete sich eine gewinnbringende Stellung. Er fand aber nicht die richtige Fortsetzung, also schaffte es Zöggeler wieder auszugleichen. Er ging in die Vollen, nach vorne Richtung gegnerischen König und Obersteiner patzte. Doch die Versuchung schnell zu gewinnen war zu groß und so fand Zöggeler auch seinerseits nicht die richtige Idee. Am Ende konnte Obersteiner durch ein Dauerschach das Remis souverän halten. Zwischenstand 2:1

Nun konnte nur noch ein Sieg auf Brett vier die erste Saisons-Niederlage für den ASK Niederdorf verhindern. Mair Roland hatte aber entschieden etwas dagegen. Gespielt wurde ein angenommenes Damengambit. Mair spielte prinzipielles Schach nach Lehrbuch, brachte seine Figuren in Stellung und Ergriff sofort die Chance, als sie sich ihm bot. Pallhuber patzte im Mittelspiel und verlor eine Leichtfigur ohne Kompensation. Ohne lange herumzufackeln tauschte Mair weitere Figuren ab und die Partie war so gut wie entschieden. Pallhuber sah das genauso und reichte seinem Gegner in Gentleman-Manier die Hand zur Gratulation. Endstand 3:1 für Bruneck!

Gemeinsam mit unseren Gästen, durften wir den Sieg noch bei einem netten Umtrunk auskosten.

Mit dieser herausragenden Leistung klettert Bruneck, auf Rang zwei der Tabelle. Niederdorf bleibt weiterhin in Führung und hat es selbst in der Hand, die Meisterschaft für sich zu entscheiden, nur Bruneck könnte sie rechnerisch noch vom Thron stoßen. Bedeutet folglich eine Mannschaft aus dem Pustertal wird sich schlussendlich zum Meister krönen.

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