Chronik

Im Sommer 1966 entschloß sich der damals schon fast 60jährige Schlossermeister Anton Gasser seine Schlosserwerkstadt in eine Kegelhalle umzugestalten. Durch seine große Einsatzbereitschaft und seine aktive Mitarbeit gelang es ihm in kürzester Zeit sein Ziel zu verwirklichen. Am 4.2.1967 eröffnete der damalige italienische Sportkegler Verbandspräsident Helmuth Eisenkeil mit dem Assessor für Bauten der Gemeinde Bruneck Herrn Harpf Franz die Kegelbahnen. Natürlich waren auch schon begeisterte Kegelfreunde mit von der Partie.

1967

Nachdem mit viel Freude und großem Eifer fleißig auf den neuen Bahnen trainiert worden war, (gar einige Male war man gezwungen auf die Naturbahnen auszuweichen) tauschte man mit schon bestehenden Kegelvereinen Informationen aus, zwecks Gründung eines Kegelvereins. Noch im Herbst desselben Jahres wurde die erste Sitzung des Kegelclubs Bruneck am 16.8.67 einberufen.

Folgende Kegelbegeisterte waren die Gründer des Vereins; Burchia Alois, Brunner Peter, Casanova Hektor, Dorfmann Franz, Eppacher Franz, Mutschlechner Hermann, Mutschlechner Franz, Gremes Günther, Oberhöller Gottfried, Radmüller Hubert und Winkler Günther. Zehn Tage später, am 26.8.67 wurden bei der zweiten Sitzung die damaligen Funktionäre gewählt: Präsident Mutschlechner Franz, Vizepräsident Messner Arthur, Kassier Mutschlechner Franz, Sportkapitän Mutschlechner Hermann, Schriftführer Winkler Günther. Gleichzeitig wurden dem Italienischen Sportkegelverband (ISKV) der Verein für die Mannschaftsmeister­schaft 1967/68 gemeldet.

In den eher schwierigen darauf folgenden 10 Jahren war Herr Mutschlechner Franz ein lobenswerter Präsident des Vereines. Im Jahre 1974 war es der Verdienst des damaligen Sportkapitäns Oberarzbacher Hans, daß noch eine zweite Mannschaft aufgebaut werden konnte. 1977 - 1985 übernahm Herr Bacher Friedrich die Präsidentschaft. Unter seiner Leitung wurde der Verein 6mal Italienmeister im Mannschaftsbewerb. Außerdem ist das nunmehr traditionelle Pfingstturnier ins Leben gerufen worden. Dank des gut funktionierenden Vereines übergab ihm der Verband die Organisation des Europapokals der Landesmeister im Sportkegeln 1981. Diese sportliche Veranstaltung war die zweitgrößte seit der Weltmeisterschaft 1970 in Bozen. Bei dieser Europameisterschaft erntete der Kegelclub Bruneck großen Erfolg. 1985 wurde der langjährige Vizepräsident Herr Messner Arthur (von 1967 - 85) zum neuen Präsidenten gewählt. Unter seiner Führung konnte ein für den Verein wichtiger Sponsor gefunden werden.

1987

Nach 20jähriger Tätigkeit mußte der Verein sowohl eine sportliche als auch moralische Niederlage hinnehmen. Durch den Abgang der zwei tragenden Säulen Mutschlechner Franz (1987) und Messner Arthur (1988) geriet der ganze Verein ins Wanken. Weiters wurde dem Verein bewußt, daß man sich um eine neue Heimbahn umschauen mußte, da die Bahnen, auf denen man 21 Jahre gespielt hatte, so vernachlässigt wurden, daß sie nicht mehr den Regelnentsprachen.

Die Freude am Sport ging mehr und mehr verloren und es verließen 7 weitere Spieler den Verein. Nur durch den kämpferisch fanatischen Einsatz einiger Spieler und den aufmunternden Worten der Sportsfreunde des E.S.V. Augsburg konnte der S.K.C. Bruneck 67 vor dem totalen Untergang gerettet werden.

Die zweite Mannschaft wurde aufgelöst. Mit den restlichen Spielern ging man in die Meisterschaft der Serie A, wo der Abstieg nicht zu verhindern war. In der Serie B wollte es anfangs auch nicht klappen und man bangte um den weiteren Abstieg.

Mit neuen Spielern konnte man sich in der Serie B1 etablieren und erreichte letzte Saison den 4. Rang. Auch auf dem internationalen Kegelgeschehen war man in den 25 Jahren engagiert. Es wäre eine lange Liste, wollte man alle Mannschaften aufzählen, mit denen wir in Freundschaftsspielen unsere Spielstärke messen durften.

In den Bezirksmeisterschaften des Bezirkes Brixen und jetzt im Bezirk Pustertal, erzielten die Aktiven meistens gute Platzierungen. Es wäre eine endlose Liste, wollte man alle Erfolge einzeln anfuhren. Im Sportjahr 1972/73 erzielten Mutschlechner Franz und Messner Arthur im Staatspaarbewerb den Meistertitel. Es soll keine Verschmähung der anderen Sportler und ihrer Leistungen sein, die sich für die Staatspaar- und Einzelmeisterschaften in den 25 Jahren qualifiziert haben, wenn sie nicht alle namentlich hier angeführt werden.

Natürlich waren einige unserer Sportler auch im Nationalmannschaftsaufgebot für Weltmeisterschaften dabei: Oberarzbacher Hans, 1972 Split, 1974 Eppelheim, 1978 Luzern, 1980 Mangalia, 1982 Brunn; Plaickner Engelbert, 1978 Luzern, 1980 Mangalia, 1982 Brunn; Demichiel Josef 1986 München.

Für die Juniorenmeisterschaften 1967 in Zagreb und 1979 in Augsburg qualifizierten sich die damaligen Junioren Demichiel Josef und Fürler Karl. Durch den Gewinn des Staatsmeistertitels holte sich der S.K.C.Bruneck 67 das Startrecht für folgende Europapokalspiele:

  • 1978 Sandhausen noch auf Ausscheidungsbasis – BRD
  • 1980 Bratislava mit allen Nationen, 6. Rang – CSSR
  • 1981 Bruneck, 8. Rang – Itailen
  • 1982 Cellie, 6. Rang – Jugoslawien
  • 1983 Plankstadt, 7. Rang – BRD
  • 1984 Mannheim, 8. Rang – BRD
  • 1985 Zagreb,6.Rang-Jugoslawien
  • 1987 Presor, 9. Rang – CSSR

Aber nicht nur auf den Kegelbahnen stellten die Mitglieder des Kegelclubs ihren Mann. So z.B. war Duregger Rudi langjähriger Präsident des Bezirkes Pustertal, Mutschlechner Franz trainierte für einige Jahre die Junioren-Nationalmannschaft, Oberarzbacher Hans betreute die Damen-Nationalmannschaft, Bacher Friedrich war 4 Jahre Vizepräsident und 2 Jahre Präsident des ISKV. Von 1987 -1991 Präsident des Bund-Südtiroler-Sportkegel-Verbands unter seiner Führung konnte der langersehnte Wunsch einer verbandseigenen Sportkegelbahn in Bozen verwirklicht werden. 1991 konnte er das 650 Millionen Projekt fast schuldenfrei seinem Nachfolger überlassen.

1993

Im Jahre 1993 wurde erneut eine II. Mannschaft gegründet. Es ging wieder enorm aufwärts, so daß die I. Mannschaft in die „A” Klasse aufsteigen konnte. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer, und man mußte wieder in die „A2” Klasse absteigen. Trotzdem wurde mit viel Elan und Ehrgeiz weitergekämpft, und so gelang es dem Verein genau zum 30jährigen Bestehen zum 3. Mal in die höchste Spielklasse aufzusteigen.

Nach dem Erfolg und einen gelungenen Jubiläumsturnier zum 30-Jährigen Bestehen wurde der Sportkegelverein im darauf folgenden Jahr erneut schwerstens auf die Probe gestellt. Nicht nur der Abstieg der ersten und zweiten Mannschaft, sondern der zerbrechende Zusammenhalt, verursachte Wogen, die nicht zu glätten waren.

1998 Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 1998 konnte sich keiner der 16 Mitglieder entscheiden, weiter den Verein zu unterstützen. Trotz all dem entschlossen sich Obkircher Franz und Ammerer Heinrich eine Mannschaft für das nächste Sportjahr im I.S.K.V. zu melden. Mit der Zusage von Bacher Friedrich ,Unterberger Andreas, Pramstaller Georg, Lahner Alfred, Obkircher Jürgen und Engl Stefan konnte der Verein wieder seine Tätigkeit aufnehmen.

Durch die fehlende Spielstärke der verbleibenden Spieler, wurde auf das Anrecht in der Klasse A-2 verzichtet, und in der Klasse C-Nord weitergespielt. Dazu verloren wir im darauf folgenden Jahr unseren langjährigen Sponsor, aber mit zunehmender Harmonie und vor allem einigen Neuzugängen konnten wir im Frühjahr 2001 den Aufstieg in die Serie „B-Ost“ feiern.

Im Sommer 2003 wurde vom I.S.K.V. in einer Außerordentlichen Vollversammlung ein neuer international anerkannter Spielmodus (120 Wurf in jeder Klasse mit neuem Punktesystem) eingeführt, das für unseren Verein größeren Zeitaufwand und höhere Ausgaben bedeutete.
2004 Besonders freuten wir uns mit unseren Kegelsportfreunden vom E.S.V. Augsburg, mit denen wir im Juni 2004 unsere 30 Jährige Freundschaft feiern konnten. Dabei festigte sich auch der Gedanke eine zweite Mannschaft zu gründen, die durch den Einsatz aller im Juli dem I.S.K.V. gemeldet wurde. Im September hatten wir zum ersten Mal, mit Hilfe der Gemeinde Bruneck, den Kegelverein Siedlergemeinschaft Groß-Gerau (Partnerstadt von Bruneck) zu Gast, die zu ihrem 25-Jährigen Bestehen einen Freundschaftswettkampf anstrebten.

Während der ersten Mannschaft in der B Klasse, die sich in den folgenden Jahren immer knapp hinter den Aufsteigern platzierte, das Quäntchen Glück zum Aufstieg fehlte, marschierte die zweite Mannschaft mit einer souveränen Leistung (sie verloren kein Spiel in der Meisterschaft 2006/07) von der D- in die C-Klasse. Nachdem auch die erste Mannschaft von der B in die A2 Klasse aufgestiegen war, war die Harmonie im Verein wieder groß.

Im Jahre 2009 wurden noch einige Spieler im Verein aufgenommen und es konnte mit 3 Mannschaften in der italienischen Meisterschaft gespielt werden.

Als sich 2015 wieder mehrere Mitglieder vom Verein trennten, wurde im Herbst mit zwei Mannschaften (A2 Ost und B Ost) zur Meisterschaft angetreten.
2016 Da die bürokratischen Hürden im Vereinswesen immer schwieriger werden, wurde in einer außerordentlichen Sitzung am 13.06.2016 folgender Beschluss behandelt: Auflösung des ASKC Bruneck 67, gleichzeitiger Angliederung an den SSV Bruneck – Amateursportverein und Umbenennung in SSV Bruneck – Amateursportverein Sektion Kegeln 67.